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Häufig gestellte Fragen
Fragen zu Schwangerschaft und DrogenWelche Risiken entstehen durch Alkohol in der Schwangerschaft?
Welche Risiken entstehen durch Tabak in der Schwangerschaft?
Welche Risiken entstehen durch Cannabis in der Schwangerschaft?
Welche Risiken entstehen durch Ecstasy in der Schwangerschaft?
Welche Risiken entstehen durch Kokain in der Schwangerschaft?
Welche Risiken entstehen durch LSD in der Schwangerschaft?
Welche Risiken entstehen durch Heroin in der Schwangerschaft?
Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu schwersten Schädigungen des Kindes führen. Bekannt ist z.B. das fötale Alkoholsyndrom, das körperliche Missbildungen und geistige Behinderung des Kindes bei Alkoholmissbrauch der Mutter während der Schwangerschaft bezeichnet.
Die Fruchtbarkeit von rauchenden Frauen und vermutlich auch die Qualität der Spermien von rauchenden Männern sind herabgesetzt. Das Zigarettenrauchen erhöht die Sterblichkeit von Föten und Neugeborenen und vermindert das Geburtsgewicht Neugeborener. Auch das Risiko einer Fehlgeburt sowie das Risiko vorzeitig Wehen zu bekommen, steigt bei Frauen, die während der Schwangerschaft geraucht haben. Das Risiko einer Leukämieerkrankung des Kindes steigt.
Bei Frauen ist Cannabiskonsum vermutlich mit einem leicht erhöhten Risiko der Unfruchtbarkeit verknüpft. Cannabinoide durchdringen die Plazenta. Entwicklungsstörungen bei Föten und Verhaltensauffälligkeiten beim Kind sind nicht auszuschliessen. Vor allem das Nikotin vom Tabak in Joints ist äußerst schädigt die Zellen.
Chronisch starker Cannabiskonsum kann zu Veränderungen der Spermien führen.
Bei Konsum von Ecstasy in den ersten Wochen der Schwangerschaft besteht für den Fötus die Gefahr, dass Herzfehler und andere körperliche Missbildungen auftreten. Bei besonders starkem Ecstasy-Konsum während der Schwangerschaft kann es zu schweren Entwicklungsstörungen sowie Früh- und Fehlgeburten kommen.
Durch die Gefässverengungen beim Kokainkonsum kann es beim Fötus zu eine Unterversorgung
mit Sauerstoff und Nährsubstanzen kommen. Das Kokain gelangt über den Blutkreislauf der Mutter auch zum ungeborenen Kind, was zu schweren Missbildungen oder geistiger Behinderung des Kindes sowie zu Frühgeburten, Blutungen oder Fehlgeburten führen kann.
Es besteht die Möglichkeit von Chromosomenschäden und von Schädigungen des Fötus, wobei dies bisher wissenschaftlich umstritten ist.
Heroin gerät über die Plazenta in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes und ist auch dort wirksam. Bei einem abrupten Entzug leidet auch der Fötus. Heroin konsumierende Frauen erkennen die Anzeichen einer Schwangerschaft oft sehr spät, da sie Übelkeit und Erbrechen für Entzugssymptome halten und die Monatsblutung bei ihnen auch ohne Schwangerschaft häufig ausbleibt.
Risiken für die Schwangere sind:
Vorzeitige Wehen, vorzeitige Ablösung der Plazenta, Fehlgeburt, Frühgeburt
Risiken für den Fötus sind: Wachstumsverzögerung, Störung der Sauerstoffversorgung
Risiken für das Neugeborene sind:
Frühgeburt (Hirnschäden, Atemprobleme), Niedriges Geburtsgewicht und geringer Kopfumfang, Entzugssymptome (exzessives Saugen, Muskelspasmen, Fieber, Schlaf- und Ernährungsstörungen), HIV- und Hepatitis-Risiko bei infizierter Mutter.
Eine Substitutionsbehandlung mit psychosozialer Betreuung gilt als angemessene Behandlung für Mutter und Kind. Ein abrupter Entzug erhöht das Risiko einer Totgeburt. Bei Heroin konsumierenden Frauen enthält die Muttermilch Anteile der Droge.